Das Ordnungsamt Chemnitz entfernt unsere Wahlplakate

Ups! Da sind uns wohl ein paar Plakate abhanden gekommen! ­čś▒­čś▒­čś▒

Und das hat einen Grund. Die Stadt Chemnitz findet, nach offizieller Aussage, dass einige unserer Plakate die ├Âffentliche Sicherheit gef├Ąhrden.

Ich glaube es runkelt

Im gleichen Schreiben wird das Plakat als eine pers├Ânliche Beleidigung bezeichnet. Aus dem Grund f├╝hlte sich das Amt da wohl gezwungen, einzuschreiten.
Wir wollten mit unserem Plakat dem B├╝rgermeister Runkel und seinem Amt einen Spiegel vor halten: Wir kritisieren damit unter anderem den Umgang mit der ├ľffentlichkeit in Sachen Sicherheit in der Innenstadt, die von der Stadt bezahlten Videokameras, die sie nicht nutzen darf, die Razzien, die meist nicht mehr als Geringstmengen an Cannabis hervorbringen und den allgemeinen Umgang mit Leben, Kunst und Kultur, der von Alkohol- und Glasflaschenverbot bis zum Wunsch nach Verboten von Musik geht. Seine Person und sein Amt sind politisch und d├╝rfen damit nicht von der ├Âffentlichen Diskussion ausgeschlossen werden.

Was wir aber noch viel schlimmer finden: Wir werden damit auf die gleiche Stufe gestellt, wie die Plakate einer rechtsradikalen Partei, die mit ihrer Symbolik Menschen einsperren und/oder h├Ąngen wollte. Mal ehrlich, wie unsicher haben wir die Stadt gemacht, in dem wir diese Plakate aufgeh├Ąngt haben?

Toni Rotter, derzeit amtierender Stadtrat und Kandidat f├╝r Chemnitz f├╝r Alle im Zentrum dazu: "Der Grund der Gef├Ąhrdung der ├Âffentlichen Sicherheit und Ordnung ist an den Haaren herbei gezogen, das zeigt auch das Schreiben. Dies macht mit Hilfe von Parteiprogrammen, Farbdeutungen und Wikipediaartikeln irgendwelche Herleitungen und ist damit an L├Ącherlichkeit kaum zu ├╝berbieten. Herr Runkels Aktion l├Ąsst den Verdacht von Amtsmissbrauch aufkommen."

Sicherheitshalber rufen wir dazu auf, dieses Wochenende die Stadt nur mit Hut ­čÄę­čžó­čĹĺ­čÄôÔŤĹ zu betreten. Dieser sollte das Gesicht nicht nur vor den Kameras verbergen, sondern versteckt euch auch vor den skeptischen Blicken von Ordnungsb├╝rgermeistern.